Samstag, 16. Januar 2010

FOTOS

Endlich bekommt ihr die heiß ersehnten Fotos.
Ich hatte schon einige gelöscht, da waren es immernoch knapp 700. Ich habe es für euch deutlich weiter reduziert, aber es sind immernoch einige...
Also viel Spaß dabei!
Den ersten Teil gibt es hier zu sehen:




Hier gibt es den zweiten Teil:


Und hier der dritte und letzte Teil:

Sonntag, 10. Januar 2010

Große Reise - Teil 3 (Puebla, Taxco, Acapulco, Puerto Escondido, Oaxaca)

Endlich komme ich dazu, auch den letzten Teil der Dezember/Januar-Reise zu beschreiben. Wie bereits gesagt, sind wir von Cancun nach Mexico City geflogen. Da hat Charlotte dann ihre Mutter getroffen, die beiden sind da geblieben und ich bin nach Puebla gefahren, einigen vielleicht bekannt wegen des großen VW-Werks. In Puebla war dann leider nicht so viel los. Während wir in den anderen Hostels eigentlich nie Probleme hatten Leute kennenzulernen, war es dort ziemlich leer. Aber dann habe ich mir eben alleine die Stadt angeschaut und hatte endlich mal ein bißchen Zeit zum "chillen" :), Emails beantworten und schreiben etc. Nach Puebla bin ich dann weitergefahren nach Taxco. Taxco ist eine echt schöne Stadt, in den Bergen gelegen und ehemals gab es dort viele Silberminen. Immernoch gibt es dort unglaublich viele Silberschmiede und -geschäfte. Am 29. abends habe ich dann Charlotte und ihre Mutter wiedergetroffen und wir sind am nächsten Tag in die "grutas de cacahuamilpa" gefahren - große Grotten in der Nähe. Am 31. ging es dann weiter gen Süden an die Küste, nach Acapulco. Früher bekannt dafür, dass viele Hollywood-Stars dort Urlaub gemacht haben, ist es jetzt vor allem sehr touristisch. Aber zum Sylvester feiern genau das richtige ;) Die Fahrt dahin war weniger angenehm. Da es am Anfang sehr kurvig war, haben leider einige Kinder angefangen zu kotzen. Der Geruch auf der 5-stündigen Fahrt war dann dementsprechend angenehm, weil sich keiner geschert hat, es wenigstens ein bißchen aufzuwischen. Was wir dann aber wirklich nicht fassen konnten, war, dass die einen Eltern dem Kind kurz darauf Chips zu essen gegeben haben. Und - Überraschung - nicht viel später hat das Kind dann erneut gekotzt...
In Acapulco haben wir das Feuerwerk in der Bucht genossen und sind anschließend zu zweit noch weiter auf eine Party gegangen. Es war mal wieder unglaublich warm, sodass man selbst nachts noch ohne Probleme in kurzen Sachen rausgehen konnte. Am nächsten Tag war es ohne Wasser in der Nähe deswegen auch schwer zu ertragen, aber das gibt es da ja zur Genüge. Abends haben wir dann noch Klippenspringer angeschaut, die von 40m hohen Klippen mit Kopfsprung oder Salto in die Tiefe springen. Das müssen sie dabei so gut zeitlich abpassen, dass sie losspringen, wenn das Wasser gerade weggeht, damit sie eintauchen, wenn die Welle gerade kommt und mehr Wasser da ist. Nachts wollten wir dann um 23 Uhr weiterfahren nach Puerto Escondido, leider war der Bus aber schon voll und wir musste bis 2 Uhr nachts warten. Die 8-stündige Busfahrt war dann auch nicht wirklich angenehm, weil irgendwie die Klimaanlage ewige Zeiten aus war...Naja, dann kamen wir aber im wunderschönen Puerto Escondido ("versteckter Hafen") an. Surferparadies mit ganz vielen "Surferdudes" (liebester Gruß an meine Portugal-Crew :-) ), vielen jungen Leuten, schönem Strand,...da haben wir uns dann drei Tage aufgehalten und mehr oder weniger gar nichts gemacht. Einmal hatten wir uns so ein Wellenbrett ausgeliehen. Die Wellen waren leider so stark, dass mein alter Bikini-Verschluss ihnen zum Opfer gefallen ist. Glücklicherweise hatte Charlotte ein T-Shirt im Wasser übergezogen, was ich mir dann mal leihen konnte;) War auf jeden Fall unglaublich lustig alles und wir haben uns eine halbe Ewigkeit nicht mehr einbekommen vor Lachen. Abends haben wir uns dann nochmal eine Massage gegönnt und am nächsten Morgen sind wir ganz früh raus, um mit einem Boot raus aufs Meer zu fahren und Delphine und Schildkröten anzuschauen. Vor allem die Delphine gab es an diesem Tag wirklich in Massen, die sind dann auch vor unserem Boot hergeschwommen. Auch ein paar vereinzelte große Schildkröten haben wir gesehen und außerdem so Fische, die ein paar Meter in die Höhe springen, sich flach machen (sind so rochenförmig), und dann mit einem lauten Platsch wieder ins Meer fallen. Das machen die auch nicht aus einem ersichtlichen Grund, wir haben extra mal nachgefragt...
Danach ging es weiter nach Oaxaca. Wir hatten uns schon gewundert, wieso die Fahrzeit mit 7 Stunden angegeben war, weil die Strecke so kurz aussah auf der Landkarte. Am Ende sind wir mit einem Kleinbus losgefahren (15 Leute oder so), Gepäck oben draufgeschnallt und es ging durch unglaublich kurvige Straßen in die Berge. Das größte Erlebnis dabei war unsere erste Rast. Alles, was da ist, sind sehr arme Gegenden. Wir haben angehalten, wollten auf Toilette gehen, sehen die, gehen hin...erstmal so niedrige Hüttchen, dass man nichtmal drin stehen kann. Dann geht man aufs Klo .......... geht wieder raus.......füllt den Eimer voll Wasser aus einem Becken, geht zurück und spült damit ab...anschließend wäscht man sich in eben diesem Trog auch die Hände.....wieder haben dann unser Desinfektionszeug vorgezogen!!! Aber war mal was Neues...
Nach Bootstour und Kurvenfahrt hatten wir abends im Bett alle kurz das Gefühl, dass alles schwankt, aber das ging zum Glück auch bald wieder weg. Am nächsten Tag sind wir dann durch Oaxaca gelaufen und anschließend zu den größten Zapoteken-Ruinen gefahren - Monte Alban. So richtig motiviert für Ruinen waren wir zwar nicht, aber es gab einen wirklich fantastischen 360°-Blick. Außerdem waren wir noch in Tule beim angeblich dicksten Baum der Welt. War schon ganz nett, aber jetzt auch nicht das interessanteste oder beeindruckendste, was ich je gesehen habe;)
Und dann war auch schon der 7.1.10 da und es hieß für mich zurück nach Guadalajara. Ich war relativ früh am Flughafen in Oaxaca. Leider ist dieser winzig. Es gibt nur drei Geschäfte, ein Restaurant und man konnte noch nichtmal durch die Sicherheitskontrolle, weil die zwischendurch zu ist, wenn länger nichts abfliegt....
Jetzt bin ich wieder wohlbehalten zurück von einer echt tollen Reise, allerdings auch mal froh, längere Zeit an einem Ort zu bleiben, ohne ständig mein Zeug wieder packen zu müssen.
Heute hat auch das zweite Semester angefangen. Ich bin noch nicht so richtig motiviert, aber egal. Dieses Semester habe ich alle meine Kurse auf Spanisch, aber das sollte ja kein Problem mehr sein.
Fotos kommen so bald wie möglich :)

Freitag, 8. Januar 2010

Grosse Reise - Teil 2 (Karibik)

Der zweite Abschnitt unserer Reise begann leider nicht so gut (aber keine Angst, er wurde später noch sehr gut...). Nachdem wir die etwas enttäuschende Flamingo-Tour hinter uns gebracht hatten, dachten wir, wir gönnen uns mal wieder eine leckere Ananas. Also sind wir in einen Laden gegangen, die waren auch so nett uns eine aufzuschneiden. Dann hat die Frau aber die geschnittenen Stücke gewaschen und wir haben uns schon gewundert, was das bringen soll. Dann hat sie uns noch gefragt, ob wir Chile draufhaben wollen...ähh...NEIN. Da hat der Mann von der Kasse was mit Salzwasser gefragt, aber wir waren nicht sicher, ob wir es richtig verstanden hatten. Leider war es richtig, und sie hatten die Ananas in Salzwasser gewaschen - ekelhaft...Am nächsten Morgen ging die "Pechsträhne" weiter. Wir sind extra früh aufgestanden, um unseren Bus um 5:20 zu bekommen. Die Tickets hatten wir schon früher geholt, haben also dann unser Gepäck unten eingeladen, wollten einsteigen und da meinte der Busfahrer das Ticket wäre falsch. Standen aber richtiges Datum und richtiger Ort drauf. Nach mehrmaligem Nachfragen stellte sich raus, dass unten der Abreiß-Schnipsel gefehlt hat. Den hatten sie uns allerdings in dem Busterminal, wo wir die Tickets gekauft hatten abgerissen. Das haben wir dann auch so gesagt, aber der Fahrer meinte, das wär egal, er könnte uns so nicht mitfahren lassen. Da haben wir ihn gefragt, was wir denn machen sollen und er meinte, wir bräuchten ein neues Ticket - Warten Sie denn noch so lange auf uns? - Nein, er fährt jetzt los - Aber unser Gepäck ist doch schon eingeladen - Dann holt es wieder raus....Also haben wir unser Gepäck wieder ausgeladen, uns ohne Erfolg beschwert und mussten dann ein neues Ticket kaufen, sind umsonst so früh aufgestanden und mussten nochmal über zwei Stunden auf den nächsten Bus warten.
Irgendwann kamen wir dann endlich in Chetumal (an der Grenze zu Belice) an und sind von dort weiter an unseren ersten Strand gefahren - Mahahual. Vor ein paar Jahren war an der Küste ein Wirbelsturm, dessen Hinterlassenschaften noch sehr deutlich zu sehen sind. An der Küste ist in dem Dorf eine Straße wieder aufgebaut, aber drumherum sieht man noch sehr viel Verwüstung. Mahahual ist zwiegespalten. An manchen Tagen in der Woche legen Kreuzfahrtschiffe an. Dann ist es supervoll, ganz viele Amis laufen rum, die meisten davon ab morgens am Biertrinken und Sport machen von denen die allerwenigsten. An den Tagen ohne Schiffe ist es dagegen ausgestorben. Viele Läden und Restaurants sind zu, keine Souvenirverkäufer auf der Straße, kaum Touristen. In der ersten Nacht haben wir in einem Hostel geschlafen, aber nachdem die Besitzer eine sehr dubiose Fiesta in der Nacht hatten, sind wir lieber umgezogen in wunderschöne Cabanas (Hütten). Außerdem war der amerikanische Besitzer auch Barkeeper und hat unglaublich leckere Caipis gemacht. Nach der anstrengenden Nacht haben wir uns dann auch noch eine schöne Massage am Strand gegönnt :)
Lustigerweise habe ich in diesem verlassenen Kaff dann noch einen getroffen, der mit mir in Karlsruhe studiert und der anscheinend in Mittelamerika rumgereist ist.
Nach Mahahual ging es weiter Richtung Norden nach Tulum. Tulum ist definitiv eins der Highlights der Reise gewesen. Traumhafter Strand, nicht so voll, viele Backpacker/jüngere Touristen, etc... Den Ruinen haben wir einen Sprint-Besuch abgestattet. Da wir schon so viele Ruinen gesehen hatten, wollten wir lieber mal mehr vom Tag am Strand verbringen. Aber die Lage der Ruinen ist wunderschön, auf Klippen über dem türkisen Meer...auch in Tulum haben wir nach der ersten Nacht wieder das Hostel gewechselt, weil wir im ersten einen, naja, sagen wir merkwürdigen Italiener im Zimmer hatten. Außerdem haben wir noch eine der vielen Cenotes (unterirdische Süßwassergrotten) angeschaut. Da haben wir dann auch drei sehr nette Jungs kennen gelernt (zwei Holländer und einen Ami), mit denen wir uns dann abends auch noch getroffen haben.
Von Tulum ging es dann weiter nach Playa del Carmen - wesentlich touristischer, aber dafür auch abends mehr los. Das Wetter war leider nicht so gut, deswegen sind wir am ersten Tag nur ein bißchen durch die Straßen gelaufen. Das Hostel war unser absolutes Lieblingshostel - viele nette Leute, gemütlicher Aufenthaltsraum mit vielen Hängematten, die besten Duschen der ganzen Reise,... Abends sind wir dann mit einigen aus dem Hostel noch weggegangen (Schweden, Kanadierin, Mexis, noch paar andere...), in eine Mojito-Bar, lecker und dazu noch sehr billig (1 Liter für umgerechnet ca. 3 €) und danach noch in einen Club am Strand. Am nächsten Tag sind wir dann auf die vorgelagerte Insel Cozumel gefahren. Da hat uns erstmal strömender Regen begrüßt, abends war es sogar so schlimm, dass wir nicht aus dem Haus sind, weil alle Straßen überschwemmt waren. Aber am nächsten Tag war endlich mal gutes Wetter, sodass wir uns Fahrräder geliehen haben und 15km oder so an der Küste langgefahren sind. Wir waren ja auf der Suche nach einem verlassenen Strand, aber das hat weniger gut geklappt. Am nächsten Morgen waren wir dann "Schnupper-Tauchen", kurze Einführung und dann ging es 9m runter. Charlotte hatte leider Probleme mit den Ohren und konnte nicht so weit runter, aber sie hat trotzdem auch was zu sehen bekommen. Danach sind wir dann wieder zurück nach Playa del Carmen und haben da sozusagen in Weihnachten reingefeiert. Nach wenig Schlaf sind wir dann nach Cancun weitergefahren. Da haben wir erstmal ewig ein Internetcafé gesucht, um mit unseren Familien skypen zu können. Generell war es ein sehr komisches Weihnachten - kurze Klamotten, Sonne, Pool und zum Abschluss ein mexikanisches Buffet, mit Luftschlangen, tanzenden Leuten und allem was so dazugehört ;) War aber sehr lecker!! Auch in Cancun sind die Strände sehr voll. Wir haben dann aber immerhin einen gefunden, an dem vor allem Mexis rumlagen und nicht nur die Touris, die sich lautstark beschweren, wenn der arme Busfahrer kein gutes Englisch spricht (wobei in der Gegend im Vergleich zum restlichen Mexico unglaublich viele Leute Englisch beherrschen). Am 26.12. sind wir dann von Cancun nach Mexico City geflogen und von da geht dann der dritte und letzte Teil der Reise los - Bericht folgt!